Fremdwährungsdarlehen – Fremdwährungskredit

US-Dollar, Yen, Schweizer Franken und Britisches Pfund – Fremdwährungen ziehen Sammler und Anleger gleichermaßen an. Doch Devisen machen sich nicht nur gut im Album oder Portfolio, sondern bieten sich auch für Kredite, so genannte Fremdwährungsdarlehen an. Dank der für Kunden wesentlich interessanteren Zinsstrukturen lassen sich bei einem Kredit aus dem Ausland erheblich bessere Konditionen erreichen. Bedingt durch den niedrigeren Effektivzins, in Japan beispielsweise schon unter zwei Prozent per annum, ergibt sich daraus ein günstiger Kredit, wenn alle Rahmenbedingungen stimmen.

Ein Fremdwährungsdarlehen aufzunehmen ist an sich kein Problem. Neben vielen Banken gibt es Vermittler, die sich darauf spezialisiert haben, beispielsweise die Baufinanzierung über ausländische Kreditinstitute laufen zu lassen. In den vergangenen Jahren haben sich dabei vor allem Japan, das mit den günstigen Zinsen die eigene Wirtschaft antreiben möchte, und die Schweiz hervorgetan. Im Vergleich zu Banken mit Sitz in Deutschland bieten sie deutlich bessere Kreditkonditionen. Das rechnet sich besonders dann, wenn es um größere Darlehen wie bei der Immobilienfinanzierung geht. Wo derzeit die besten Bedingungen geboten werden, lässt sich nur durch einen Kreditvergleich ermitteln. Dabei sollte man auf zuverlässige Partner zurückgreifen, da es kaum möglich ist, selbst in Kontakt mit einer Bank in Japan zu treten.

Die Zinsvorteile eines Fremdwährungsdarlehens dürfen allerdings nicht über die Risiken hinwegtäuschen. Die Zinsbindung ist nicht auf zehn oder mehr Jahre ausgelegt, sondern auf wesentlich kürzere Intervalle, teils nur drei oder sechs Monate. Steigen die Zinsen im Laufe der Zeit, verteuert sich der Kredit entsprechend. Ein weiteres Risiko sind die Schwankungen am Devisenmarkt. Solange Yen oder Schweizer Franken im Vergleich zum Euro nicht aufholen, sprich stärker werden, läuft alles nach Plan. Anderenfalls zahlt man erheblich mehr zurück. Im besten Fall wird die Währung abgewertet, wie beim Yen in letzter Zeit regelmäßig der Fall, und der Kredit aufgrund der Zinsen und des Devisenkurses unschlagbar günstig. Mit etwas Glück zahlt man weniger zurück als man erhalten hat – rein theoretisch, versteht sich.